Augsburg, ½ 8 Uhr in der Früh, am 09.06.2007, wird aufgestanden. Wolfgang ist noch mit befestigen der Bodenleisten im Massagezimmer beschäftigt. Ich fange schon mal zu packen an, er hilft fleißig mit und bekommt keinen Stress, d.h. keinen Allergieanfall, was die letzten 3 Jahre fast nicht mehr vorkommt. Im Gegensatz zu früher, jede Aufregung, einen Heuschnupfen Anfall. Er geht in den Keller, um noch eine Reisetasche zu holen, kommt wieder hoch, ohne. Er geht nochmal runter, wieder ohne Erfolg. Ich bin mir sicher, die Tasche ist unten. Jetzt gehe ich mal runter und prompt, finde ich sie. Typisch Mann. Wohnung aufgeräumt, gepackt, alles sauber, jetzt kann es los gehen. Es ist ½ 12 Uhr. Noch schnell tanken bei der ARAL in Haunstetten und für jeden eine Leberkäsesemmel und eine Butterbreze mitgenommen. Strahlender Sonnenschein, blauer Himmel, sehr schwül, ca. 30 Grad. Wir fahren über Odelzhausen auf die A8 zur A92 Richtung Deggendorf. Runter geht es bei Vilshofen nach Bad Griesbach. Ankunft im Hotel Drei Quellen ca. 14.15 Uhr.
Bad Griesbach i. Rottal liegt in der Region Donau-Wald an der Grenze zum Landkreis Rottal-Inn. Der Kurort liegt 25 km südwestlich von Passau, 20km südlich von Vilshofen an der Donau, 20 km östlich von Pfarrkirchen und 10 km nördlich von Rotthalmünster. Der Ort liegt im Niederbayerischen Bäderdreieck.
Unser Zimmer, befindet sich auf dem Bild ganz rechts, das letzte Zimmer neben dem offenen Sonnenschirm.
Das war unser Zimmer; nennt sich Rottalerzimmer.
Zuerst war auspacken angesagt, dann sind wir spazieren gegangen d.h. gleich in die nächste Eisdiele. Wolfgang hat sich ein Joghurteis mit Früchten und ich habe mir einen Eiscafé genehmigt. Wir sind dann noch eine halbe Stunde durch die Ortschaft gegangen. Zurück im Zimmer, haben wir uns noch ein bisschen hingelegt und geruht. Es soll ja ein geruhsamer Urlaub werden. Um 19:00 Uhr gab es Abendessen. Wir haben die Vorspeise ausfallen lassen. Wolfgang hatte einen Lachs mit Nudeln und Lauchgemüse. Ich habe mich für einen gebackenen Camembert mit Salat entschieden. Als Nachspeise gab es eine Quarkcreme mit Maraquasoße und einer Zuckerschnecke. Na, läuft Euch schon das Wasser im Mund zusammen? Das Essen, in diesem Hotel, ist immer wieder gut. Nach dem Essen haben wir uns andere Schuhe angezogen und sind dann nochmal eine Stunde spazieren gegangen. Zurück im Hotel, haben wir unsere Karten geholt. Wir haben uns jeder einen Latte Macchiato und ein Wasser bestellt und bis um 23:00 Uhr Solitär gespielt.
Sonntag 10.06.2007
Um ½ 8 Uhr sind wir aufgestanden, raus auf die Wiese um Thai Chi zu machen. Wir hatten die letzte Zeit so wenig geübt, dass wir beim ersten Teil unserer Übung schon Probleme bekamen diese zu beenden. Wir haben immer wieder von vorn begonnen, aber heute ging einfach nichts. Totaler Blackout bei uns beiden. Frustriert sind wir zurückgegangen und haben uns erstmal mit Frühstück belohnt. Nach dem Essen sind wir zurück zum Zimmer. Wolfgang wollte unsere Türe aufsperren und der Schlüssel ging nicht. Er drückte ihn mir entnervt in die Hand. Ich stellte fest: „mit dem Wohnungsschlüssel, von zu Hause, geht das halt nicht“. Wir vermuteten das der Schlüssel noch im Zimmer liegt. Also, ab zur Rezeption und Ersatzschlüssel geholt. Wir haben das Zimmer nach dem Schlüssel abgesucht um festzustellen das dieser doch in seiner Hose steckte. Nun war natürlich großes Gelächter auf Wolfgangs Kosten angesagt. Wir haben uns umgezogen und sind dann zum Nordic Walking gegangen. In der Zwischenzeit ist es 9:45Uhr. Die Strecke hieß „Wolf“ und war mit 4km ausgezeichnet, danach kurze Rast und noch 2 km joggen.
Im Zimmer angelangt 11:15 Uhr ist erstmal Duschen angesagt. Wir sind auf den Balkon um zu lesen und etwas auszuruhen. In weiter Ferne hören wir Donnergrollen, es ist sehr bewölkt, nicht mehr so schwül. Später sind wir zum Hoteleigenen Cafe und haben Karten gespielt. Es gab wieder zwei Latte Macchiato und Wasser, später noch einen Eiscafé für mich und einen Walnussbecher für meinen Süßen (Wolfgang). Es hat dann doch noch geregnet und wir mussten innen weiterspielen. Um 16:00 Uhr sind wir in die Sauna gegangen, da der Regen nicht nachließ. Zuerst waren wir in der 90 Grad Sauna. Es sind Wasserbetten in den Ruheräumen, wir haben uns allerdings in die Stühle gesetzt und unsere Bücher gelesen. Einen Gang in die Biosauna haben wir noch gemacht. Der Eisbär in der Sauna gefällt mir am besten. Er spuckt immer Eis. Alles ist automatisch, auch der Aufguss. Es gibt sogar eine Brotsauna. In einer Brotsauna (40 Grad) wird frisches Brot gebacken, dessen Geruch die Produktion von Glückshormonen anregt. Wolfgang konnte nicht in diese Sauna, er bekam beim Brotgeruch Hunger.
Jetzt ist es schon wieder 18:00Uhr und wir mussten uns für das Abendessen fertig machen. Wir hatten schon riesigen Hunger. Heute war ein 5 Gänge Menü angesagt mit verschiedenen Weinen zu jedem Menü, was wir leider diesmal noch nicht genützt haben. Das Essen hier ist einfach gigantisch. Ich kann es nur immer wieder betonen. In dieser Woche war das Stammgasttreffen. Es gab 2x in dieser Woche ein 5 Gänge Menü und immer wieder Livemusik mit verschieden Bands und Sängern. Nach dem Essen sind wir spazieren gegangen und um 22:30Uhr waren wir schon im Bett. Der viele Sport am morgen, hatte uns müde gemacht.
Montag 11.06.2007
Um 7 Uhr sind wir aufgestanden und raus auf die Wiese, diesmal hat es mit Thai Chi besser geklappt. Nach dem Frühstück haben wir uns umgezogen und sind nach Bad Griesbach reingelaufen. Die Therme und die Hotels befinden sich außerhalb von Bad Griesbach im Thermalviertel oder auch Kurgebiet, von den Einheimischen genannt. Wir finden es schön, denn außerhalb von den Hotels ist wirklich nur reine Natur. Man geht aus dem Hotel raus und sieht nur Wald und Wiesen. Es war ein netter Spaziergang so ca. 2 Stunden hin und zurück. Es war gerade die Blütezeit der Lindenblüten, alles hat nach Lindenblüten geduftet.
Wir bekommen heute unsere ersten Massagen. Wolfgang hatte eine Shiatsu Massage und ich einen Shirodhara-Stirnguß. Wir haben es sehr genossen.
Shirodhara (Stirnguss) Erreicht wird eine vollendete Harmonisierung durch leicht temperiertes Öl, welches wie ein sanfter Strahl auf die Stirn gegossen wird. Diese Jahrtausende alte indische Methode bringt Körper und Seele in einen Zustand tiefer Zufriedenheit und Entspannung. Geist und Sinne werden in Einklang mit dem Körper gebracht.
Der Weg zu den Massageräumen.
Shiatsu: (jap. shi = Finger, atsu = Druck) ist eine in Japan entwickelt Form der Körpertherapie, die aus der traditionellen chinesischen Massage (Tuina) hervorgegangen ist. Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in Japan verschiedene Formen der energetischen Körperarbeit und manuellen Behandlungsmethoden kombiniert und unter dem Namen Shiatsu vereint, um sich von den reinen Entspannungsmassagen abzugrenzen. Wörtlich übersetzt bedeutet Shiatsu „Fingerdruck“, die Behandlung umfasst jedoch weit mehr: Zur Berührung wird der ganze Körper eingesetzt. Dabei arbeitet der Behandelnde weniger mit Muskelkraft als mit seinem Körpergewicht.
Um 18:00 Uhr gab es einen Begrüßungscocktail und um 18:30 Uhr Essen im Freien. Ein Büffet mit Livemusik. Zu uns gesellte sich eine Frankfurterin und drei Schweizerinnen, wir haben uns sehr gut unterhalten. Nach dem Essen saßen wir noch mit der Frankfurterin bis 22:00 Uhr in der Hotellobby, dann ging es ab in die Falle.
Dienstag 12.06.2007
Heute sind wir erst kurz nach 7 Uhr aufgestanden. Zuerst waren wir joggen und dann frühstücken. Nach dem Essen haben wir unsere Bücher geholt und in der Lobby gelesen. Wolfgang hatte schon um 10:40 Uhr eine klassische Massage und um 13:00 Uhr hat er eine Klangschalenmassage und ich bekam eine Fußreflexzonenmassage.
Bei einer Klangmassage werden Klangschalen auf den bekleideten Körper aufgesetzt und angeschlagen bzw. angerieben. Der Schall der klingenden Schale überträgt sich über den Boden der Schale auf den Körper und breitet sich dort aus. Dies wird als Vibration im Körper wahrgenommen. Es entsteht der Eindruck, dass der ganze Körper in Schwingung gerät und man selbst Teil des Klangs ist. Die massierende Wirkung des Schalls ist sehr zart und hat eine hohe Frequenz. Ein Muskel kann die Frequenz nicht durch Anspannung oder Verkrampfung entgegenwirken und entspannt sich dabei.
Nach den Massagen sind wir runter in die Stadt gelaufen und haben bei Trigema noch ein bisschen eingekauft. Ich hatte vergessen Socken für Wolfgang einzupacken, dachten wir, zu Hause beim auspacken sind sie aufgetaucht. Nachmittags ging es dann wieder in die Sauna, mit Büchern bewaffnet. Wolfgang hat mir beim Lesen ständig von seinem Buch vorgelesen. „Die geistige Heilkraft in uns“ somit habe ich mein Buch weggelegt und ihm zugehört. Abends gab es wieder ein vorzügliches Essen und zum Abschluss saßen wir wie fast jeden Abend in der Hotellobby und haben Karten gespielt. Um 23:00 Uhr sind wir ins Bett gegangen.
Mittwoch 13.06.2007
Heute sind wir gleich frühstücken gegangen. Wir waren zu faul zum joggen oder walken. Nach dem Frühstück haben wir uns an den Pool gelegt.
Um 13:00 Uhr hatte ich eine Shiatsu Massage von Günther. Er ist ein klasse Masseur. Er hat Gefühl in den Händen. Wolfgang bekommt heute seinen Stirnguß. Er ist dabei eingeschlafen, so erholsam war es für ihn. Nachmittag ist wieder Karten spielen angesagt, mit Eiskaffee und Wasser. Ab 16:30 Uhr machen wir eine kleine Wanderung in der Ortschaft.
Dann Abendessen und ab 20:00 Uhr Liveband am Pool. Wir sind allerdings in die Bar gegangen und haben wieder mal unser Solitär gespielt. Heute gab es nicht nur einen Latte Macchiato sondern auch einen Caipirinha und einen Mai Thai. Um 23:30 Uhr ging`s ins Bett. Wir haben wunderbar geschlafen.
Donnerstag 14.06.2007
Heute sind wir erst um 7:30 Uhr aufgestanden, joggen fiel flach. Ab zum frühstücken und dann gleich an den Pool, sonnen. Ich hatte um 11:40 Uhr eine Pantai Luar Massage. Wolfgang um 12:50 Uhr.
Bei der Pantai Luar Massage wird der Körper zuerst mit einem warmen Öl massiert. Dann werden zwei Leinentücher (Stempel) mit gefüllten Kräuter auf 120 Grad erhitzt. Diese Stempel bestehen aus einem Leinentuch, das zu einer Kugel gebunden und entsprechend mit Kräutern, Kokosflocken, Limetten und weiteren Gewürzen gefüllt ist. Bei der anschließenden Massage wird der Körper mit den feuchten, heißen Kräuterstempeln geklopft und massiert. Anfangs sind die Berührungen mit der Haut bei schnellem Positionswechsel der Stempel nur sehr kurz, aber punktgenau an den von der asiatischen Heilkunde überlieferten Körperstellen, an denen die Wärme und die Kräuteressenzen besonders intensiv wirken. Sobald die Stempel etwas abgekühlt sind, werden die Massagebewegungen langsamer und der Bewegungsablauf ändert sich. Nach außen rollende, ausdrückende und kürzere Bewegungen lösen nun die anfänglichen schnellen Längsbewegungen ab, sodass angegarte und in Öl aufgelöste Inhaltsstoffe auf die Haut aufgebracht werden können. Den Abschluss der Behandlung bildet eine Nachruhephase.
Danach habe ich noch auf dem Balkon mein Buch gelesen, denn Wolfgang hatte noch um 14:40 Uhr eine klassische Massage und ich hatte um 15:30 Uhr eine Gesichtspflege (Ongkarapflege). Es war so angenehm, dass ich ein paar mal eingeschlafen bin. Es handelt sich hierbei um eine Gesichtsmassage mit verschiedenen Kräutern und Edelsteinen, auch warme Tücher wurden verwendet.
Nachmittags haben wir wieder Karten gespielt, mit einem Eiscafé für mich und einem Walnussbecher für Wolfgang. Abends wieder fünf Gänge Menü, diesmal mit verschiedenen Weinen zu jeder Speise. Wir waren danach leicht angeheitert. Wir sind noch etwas spazieren gegangen und um 23:00 Uhr ins Bett.
Rosengarten an den Wiesen oberhalb vom Hotel.
Freitag 15.06.2007
Wir haben uns heute auf 6:00 Uhr den Wecker gestellt um endlich mal wieder joggen zu gehen, was wir dann auch gemacht haben. Wolfgang hatte um 8:00 Uhr und ich danach um 8:30 Uhr eine Honigmassage, danach gibt es Frühstück.
Honig, das gelbe Gold, ist ein Geschenk unserer Natur. Dieses Elixier hat viele verschiedene Wirkungsweisen, seine wohl erstaunlichste offenbart uns der Honig bei einer Massage. Die russisch-tibetanische Honigzupfmassage stellt das gesunde Gleichgewicht Ihres Körpers wieder her und reguliert die Energieverteilung. Durch das Zupfen und Kneten der Haut werden alte, abgestorbene Zellen, Salze und Schlacken entfernt. Diese Art der Massage ist keine Wellness-Massage, es kann durchaus leicht zupfen aber es lohnt sich!
Nach der Honigmassage wurden wir vom Masseur mit einem Waschlappen abgewaschen. Danach sind wir gleich an den Pool gegangen. Er hat noch im Spaß zu uns gesagt: „Vorsicht vor den Bienchen“. Kaum lag ich auf der Liege, flog schon die erste um mich herum. Ich wollte sie verjagen, aber sie kam immer wieder. Ich bin aufgestanden und in den Pool gesprungen. Wolfgang musste lachen, ist aber sicherheitshalber auch hinein gesprungen. Um 13:30 Uhr haben wir wieder die Karten geholt und in der Café Bar gespielt. Im Cafe haben wir uns heute, am letzten Tag, einen Kaiserschmarrn bestellt, der uns dann den ganzen Nachmittag im Magen lag. Das soll aber nicht heißen, dass er nicht gut war. Abendessen war wie jeden Tag ein Gedicht. Abends waren wir wieder in der Lobby zum Kartenspielen. Spazieren gehen war heute nicht, da es ein Gewitter am Abend gab.
Samstag 16.06.2007
Um 6:00 Uhr hat mich Wolfgang geweckt und mir seinen Traum erzählt. Also sind wir aufgestanden und haben zu packen angefangen. Nach dem Frühstück ging es gemütlich nach Hause.
Fazit: Wir werden auf jeden Fall wieder hinfahren (zum vierten Mal). Wer Ruhe und Natur pur sucht, ist hier sehr gut aufgehoben.